Ich war 32, als ich zum ersten Mal Mutter wurde, und ich wünschte, ich könnte dir sagen, dass ich auf einer Wolke aus Oxytocin und Glückseligkeit in die Mutterschaft geschwebt bin. Aber die Wahrheit ist: Das bin ich nicht.
Die ersten zwei Wochen im Leben meines Sohnes waren voller Liebe, ja – aber auch voller blankem Entsetzen.
Ich konnte nicht schlafen. Nicht einmal mit einem Atemmonitor unter ihm, einem Babyphone, einer Kamera, die ihn überwachte, und mir, die alles davon überwachte. Selbst mit all diesen Sicherheitsvorkehrungen lag ich jede Nacht wach, gepackt von dem gleichen, schrecklichen Gedanken: Wenn ich einschlafe, wird etwas Schreckliches passieren.
Die aufdringlichen Gedanken waren unerbittlich. Ich hatte panische Angst, dass ich ihn versehentlich die Treppe hinunterfallen lassen könnte. Ich war überzeugt, dass uns jemand beobachtete. Ich stellte mir vor, wie ein Fremder in unser Haus einbrach, um ihn mitzunehmen. Es fühlte sich an, als würde mein Verstand gekapert. Und die Schuldgefühle, die damit einhergingen? Überwältigend. Ich verstand nicht, was geschah. Alles, was ich wusste, war, dass ich mich dankbar und glücklich fühlen sollte – und stattdessen fühlte es sich an, als würde ich den Halt zur Realität verlieren. Das Foto unten zeigt mich, mitten in dieser verwirrenden neuen Realität.

Wenn ich jetzt zurückblicke, erkenne ich, dass ich unter postpartalen Angstzuständen und möglicherweise einer perinatalen Zwangsstörung (OCD) litt – einer Form von Angst, die während oder nach der Schwangerschaft auftritt. Sie sieht nicht immer so aus, wie wir uns psychische Erkrankungen vorstellen. Manchmal sieht sie aus wie eine Mutter, die nicht aufhören kann, Dinge zu kontrollieren, die niemals ruht, die verzweifelt versucht, ihr Baby zu schützen.
Über perinatale Zwangsstörungen wird zu wenig gesprochen. Die Leute hören „Zwangsstörung“ und denken an Sauberkeits- oder Zählrituale. Aber bei Müttern äußert sie sich oft als störende, ungewollte Gedanken daran, dass ihrem Baby etwas zustoßen könnte – Gedanken, die sich so untypisch anfühlen, dass sie einen vor Scham nach Luft schnappen lassen. Diese Gedanken bedeuten nicht, dass du eine schlechte Mutter bist. Tatsächlich bedeuten sie oft das Gegenteil: dass du dich so sehr sorgst, dass dein Gehirn Purzelbäume schlägt, um sich auf jede erdenkliche Gefahr vorzubereiten, egal wie weit hergeholt sie auch sein mag.
Bei mir wurde die Angst möglicherweise durch meinen langen Weg zur Schwangerschaft ausgelöst. Es dauerte über zwei Jahre, und ich hatte eine Fehlgeburt, bevor ich das Kind schließlich austragen konnte. Mein Gehirn war in höchster Alarmbereitschaft und scannte ständig nach allem, was schiefgehen könnte. Weil Dinge schon einmal schiefgegangen waren. Ich traute der Welt nicht zu, mir etwas so Kostbares zu lassen.
Wenn dir das bekannt vorkommt, dann bitte hör mir zu: Du bist nicht kaputt. Du bist keine schlechte Mutter. Du bist nicht allein.
So viele frischgebackene Mütter machen das stillschweigend durch, aus Angst, die Worte laut auszusprechen. Aber es gibt Hilfe. Es gibt Unterstützung. Und am wichtigsten: Es ist nichts falsch mit dir. Dein Gehirn versucht nur, das zu beschützen, was du auf der Welt am meisten liebst.
Sprich mit jemandem. Einem Freund, einem Partner, einem Hausarzt, einer psychologischen Beratungsstelle – jemandem, dem du vertraust. Je mehr wir über psychische Gesundheit nach der Geburt sprechen, desto mehr bauen wir die Scham ab, die so viele von uns dazu bringt, still zu leiden.
Du schlägst dich besser, als du denkst, Mama. Das verspreche ich dir. 💕
Wenn du mit etwas zu kämpfen hast, das ich beschrieben habe – oder wenn sich einfach etwas nicht richtig anfühlt – dann bitte such dir Hilfe. Du bist nicht allein, und es gibt großartige Organisationen, die bereit sind, dich zu unterstützen:
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PANDAS Foundation – Bietet Unterstützung und Informationen für alle, die unter perinatalen psychischen Problemen leiden, einschließlich einer kostenlosen Helpline.
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Mind UK – Eine vertrauenswürdige Wohltätigkeitsorganisation für psychische Gesundheit mit Ratschlägen zu postpartalen Ängsten, Depressionen und Zwangsstörungen.
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Tommy’s – Unterstützung für diejenigen, die einen Schwangerschaftsverlust erlebt haben und die emotionalen Auswirkungen verarbeiten müssen.
Es ist in Ordnung, um Hilfe zu bitten. Und du hast diese Hilfe verdient – nicht nur, weil du eine Mutter bist, sondern weil du du bist.
1 Kommentar
Until reading this I honestly felt guilty a stupid for over thinking because I know I’m being over reactive. Reading this explained to me exactly how I have been feeling.
It was getting to the point if my partner was breathing heavily, then I couldn’t hear our daughter breathing so I had to put my hand on the stomach to feel it moving.
I do feel that the amount that professionals throw it at you about ICON and not leaving them to sleep on their own till a certain age and not leaving them in car seats too long etc etc, adds to the anxieties, especially for women that do care so much… I know the reasons for needing to make people aware of it but I think it is pushed on people so much that it is making people overly anxious to the point where pre birth I’ve never struggled with my mental heslth, to post birth being an utter emotional over reactive wreck – scared to take my daughter anywhere or do anything in fear of her coming to harm!
I try so hard to reason with myself every day but can’t stop the thoughts coming. Reading this helped me to be able to explain to my parter and parents exactly what I’d been feeling as it understood what I’d been doing myself and trying to reason around in my own head! Thank you x
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